72 h - für Kinder mit Beeinträchtigungen im Kongo (403)

72h ohne Kompromiss für die Auslangshilfe
19. Oktober 2016

14 SchülerInnen vom Linzer Gymnasium Petrinum lernten zu Beginn ihrer „72h“ Caritasmitarbeiterin Madame Astrid aus der DR Kongo und Susi Hain von der Auslandshilfe OÖ kennen.

Wann?

Mittwoch, 19.10.2016,
15:00 Uhr

bis

Samstag, 22.10.2016,
15:00 Uhr

72 h - für Kinder mit Beeinträchtigungen im Kongo (403)

Gleich danach ging es, ausgerüstet mit Rollstuhl, Augenbinden und Gehörschutz auf die Linzer Landstraße. Erste Aufgabe war, unter Bedingungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen tagtäglich erleben, Einkäufe zu tätigen und dabei Erfahrungen zu sammeln. Anschließend wurden die Erlebnisse und Eindrücke in der Gruppe besprochen, reflektiert und in einem Workshop bearbeitet.

Deborah Angleitner und Paul Breitwieser, 16 J. erlebten die Welt sozusagen „blind“. Ihre Erfahrungen dazu beschreiben sie so: „Nichts zu sehen haben wir als große Herausforderung erlebt. Man findet sich allein unmöglich zurecht und hat ständig das Gefühl, wo dagegen zu laufen.“

Lea Pedarnig, 16 J. und Jonathan Wögerbauer 17 J. wurden zu Rollstuhlfahrern. Ihre Eindrücke dazu sind: „Man wird schon komisch angesehen. Die Leute halten eher Abstand, wir vermuten das ist Unsicherheit. Aber es gibt auch viel Hilfsbereitschaft. Die Finger werden mit der Zeit ganz schön kalt, das ist anstrengend. Weil die Finger außen an den Rädern drehen, ist die Gefahr auch groß, sich da zu verletzen.“

Madame Astrid stellt folgende Frage: „Was wäre, wenn ihr politischen Einfluss hättet und nach den heutigen Erfahrungen etwas verändern könntet.“ Da fällt der Gruppe gleich spontan einiges ein: „Löcher im Asphalt ausbessern, Höhenunterschiede von Gehsteigen abschrägen, bei allen Ampeln akkustisches Signal anbringen…“

Mit all diesen Erfahrungen und dem vertiefenden Workshop geht’s nun an die Vorbereitung und kreative Vorbereitung der Straßenaktion...

 

Straßenaktion mit Coffee to help, Samstag, 22.10.

Am Martin Luther Platz auf der Landstraße in Linz steht das Zelt mit dem motivierten 72h Team bereit und wartet auf zahlreiche Besucher. Selbstgebackene Kuchen, Kaffee, Tee und Köstlichkeiten von der Bäckerei Honeder, der Konditorei Jindrak und Donuts von Fussal wurden beigesteuert. Kongolesischer Pop als Hintergrungmusik ladet ein am Stand zu verweilen, mit dem 72h Team zu plaudern und sich mit Susanne Hain von der Auslandhilfe und Madame Astrid aus dem Kongo auszutauschen. Am späten Vormittag wird das Zelt zu einem Anziehungspunkt - Menschen, ob groß ob klein, jung oder älter, kommen vorbei, genießen die Köstlichkeiten, erhalten Infos über das Projekt und vergeben Spenden, welche dem Projekt für Kinder mit Beeinträchtigungen im Kongo zugute kommt. Auch werden Bilder einer kongolesischen Malerin, die keine Hände hat, ausgestellt. 

 

Um 13.30 gelangt noch ein freudiges SMS von der Projektleiterin und Caritas-Mitarbeiterin Susi Hain bei uns ein: "Wir sind fertig! Meine Jugendlichen haben bei der Straßenaktion für das Projekt im von Madame Astrid 520,- Euro gesammelt! Liebe Grüße, Susi "

Da bleibt uns nur noch zu sagen: Ihr wart allesamt einfach toll! Vielen Dank für euer großartiges Engagement!!

 

 

 

Der Projektauftrag lautet:

"In einem gemeinsamen Workshop beschäftigt ihr euch damit, wie Menschen mit Behinderung in der DR Kongo leben. Eine Mitarbeiterin der Caritas Kinshasa, die für ein Projekt für Kinder mit Behinderung verantwortlich ist, wird den Workshop mitgestalten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse versucht ihr für eine Ausstellung mit Bildern einer kongolesischen Malerin (die keine Hände hat) kreativ aufzubereiten und mit einer von euch organisierten Spendenaktion zu verbinden."