Meet me at the border

Ein Treffen der besonderen Art

Anlässlich „30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs 1989“ veranstalteten wir gemeinsam mit der youngCaritas Budweis und dem Osthilfefonds der Diözese Linz ein Austauschtreffen für Jugendliche aus Oberösterreich, Tschechien und Deutschland im Grenzgebiet Böhmerwald. Unter dem Titel „Meet me at the border“ beschäftigten wir uns mit der Zeit vor und nach der Öffnung der Grenzen sowie mit der Zukunft von Europa. Wir wanderten, begleitet durch gruppendynamische Spiele zum Moldaublick, wo wir die Aussicht nach Tschechien und Deutschland genossen. Beim abendlichen Lagerfeuer erzählte Ing. Rudi Wakolbinger, Förster in der Böhmerwaldschule, von Schmugglern und Grenzpatrouillen, von Waldarbeitern und wie schwierig es war, mit den Menschen auf der anderen Seite in Kontakt zu treten. Auch die TeilnehmerInnen erzählten Geschichten, die sie im Vorfeld von ihren Eltern, Großeltern oder anderen Zeitzeugen erfragt hatten. Am zweiten Tag führte Iris Niederdöckl von der Böhmerwaldschule die Jugendlichen zu den geschichtsträchtigen Orten entlang der Grenze. Besonders beeindruckte Glöckelberg/Zvonková die Jugendlichen, das für Jahrzehnte auf der Landkarte ausradiert war.

"Unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich!"

Beim Schwemmkanal an der Grenze schrieben die Jugendlichen ihre gemeinsamen Vorstellungen von einem gemeinsamen Europa auf Pflanzenblätter, die sie symbolisch im Schwarzenberger Schwemmkanal Richtung Ostsee und Richtung Schwarzes Meer auf eine Reise in die Zukunft schickten. „Dass wir nicht vergessen, dass unsere Freiheit nicht selbstverständlich ist und diese auch in Zukunft behalten“, so der Wunsch von Maleen Goldschald, Mitglied des actionPools von youngCaritas.

Zum Abschluss veranstalteten wir ein Picknick an der Grenze, das an das Paneuropäische Picknick vom 19. August 1989 erinnern sollte. Es war ein sehr intensiver und schöner Austausch und bleibt sicherlich allen 11 TeilnehmerInnen noch lange in Erinnerung.

Hier kannst du dir ein Video ansehen, was in diesen zwei Tagen alles passiert ist.