72 Stunden ohne Kompromiss
Wir blicken zurück auf 72Stunden ohne Kompromiss, Österreichs größte Jugendsozialaktion, die im Herbst 2025 bereits in die 12. Runde ging. 72h ist eine Aktion der katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit der youngCaritas und Hitradio Ö3.
Von 22. bis 25. Oktober 2025 engagierten sich in Oberösterreich über 400 motivierte Jugendliche in 31 Projekten. Unter dem Motto „pack mas an“ wurde fleißig gebastelt, geplant, gebaut, renoviert und vieles mehr.
Hier ein Auszug aus besonders tollen Projekten:
Bunter Empfang – Gemeinsam gestalten, gemeinsam ankommen
Der Himmel über Rottenegg war am Vormittag des 23. Oktober noch grau, doch langsam brach die Sonne durch – genauso, wie Farbe und Leben in das Caritas-Flüchtlingshaus Rottenegg einzogen. Zehn Jugendliche der Anton Bruckner International School Linz (ABIS) setzten dort im Rahmen von „72 Stunden ohne Kompromiss“ ein sichtbares Zeichen für Offenheit und Gemeinschaft. Gemeinsam mit den Bewohner*innen griffen sie zu Pinseln und Farbe, übermalten das Alte und verwandelten den Eingangsbereich und Stiegenhaus in Orte, der auch in Zukunft Personen freundlich empfängt. Auch eine Gartenhütte bekam einen freundlichen Anstrich.
„If we work together, we can manage the project,“ meinte Sebastian (13). Das Miteinander war spürbar – jede Hand, jeder Pinselstrich zählte.
Was blieb, war nicht nur ein neuer Anstrich, sondern auch das gute Gefühl, gemeinsam etwas bewegt zu haben. Für Eva (13) war genau das der wichtigste Teil: „It’s fine here, the project makes a lot of sense. It really benefits me, because I love positivity and I love that others benefit from this work as well.“
Projektleiter Daniel Suna brachte den Gedanken dahinter auf den Punkt:
„Wir wollten eine Verbindung zu unseren Klientinnen und Klienten herstellen. Wir wussten, dass viele Fragen auch bei Kindern und Jugendlichen entstehen – woher die Leute kommen, was sie beschäftigt. Wir wollten einen Ort der Begegnung schaffen, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich Vorurteile lösen können.“
Für die ganze Mühe wurden die Jugendlichen nicht nur mit der Freude der Bewohner*innen beschenkt sondern auch mit Gerichten aus ihrer syrischen Heimat bekocht. So lernten die jungen Menschen nicht nur neue Menschen, sondern auch neue Geschmäcker kennen und alle erlebten eine bereichernde und lebendige Zeit miteinander.
Zusammen anpacken – zusammen feiern
Große Offenheit und gegenseitiges Interesse war sowohl bei den 15 Schüler*innen der 6 BB des BORG Schärding als auch bei den Betreuter*innen und den Klient*innen der Caritas-Einrichtung St. Pius in Steegen für Menschen mit Beeinträchtigung zu spüren, als sie gemeinsam daran gingen, Räume in und Flächen rund um das Gebäude zu verschönern.
Farbenfroh und fantasiereich wurde ein alter Ausschank-Wagen in einen modernen Partywagen verwandelt. Ein alter Eisenschranken musste abgebaut werden und vier nackte Betonbalkone erhielten einen bunten Anstrich.
Magdalena, Mitarbeiterin in St. Pius freute sich: „Die Jugendlichen waren voll motiviert, das war richtig schön zum Anschauen. Auch wie sie im Umgang mit den Klient*innen sind! Durch das Projekt verlieren die Jugendlichen die Hemmung im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung.“
Auch auf Seiten der Jugendlichen kam dieser positive Effekt zur Sprache. Jonas erzählte: „Es ist schon super. Ich finde jetzt nicht unbedingt, dass man die Menschen mit Beeinträchtigung in so einem Blickwinkel betrachten sollte, als wären es andere Leute. Ich sehen sie halt einfach als normale Menschen und rede auch so mit ihnen.“
So entstand zwischen den neu gestalteten Wänden nicht nur ein freundlicher Lebensraum, sondern auch ein guter Moment des Miteinanders, der den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Wir sind begeistert von diesem kompromisslosen Engagement junger Menschen. DANKE, dass ihr einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft geleistet habt und dort angepackt habt, wo eure Hilfe am meisten gebraucht wurde. Ihr seid großartig!
Hier findest du alle Berichte und Fotos zu den Projekten aus 2025